Kaffeevariationen – ihre Zutaten und ihre Geschmacksprofile

Kaffeevariationen

Espresso – der Wachmacher und Begleiter durch den Tag

Der kleine Schwarze stammt aus Mailand und ist die häufigste Kaffeezubereitung in Südeuropa, wird aber auch in Deutschland sehr gern getrunken, zunehmend als Espresso doppio. Mit hohem Druck, meist 9 bar, manchmal auch mehr, wird das 90 Grad heiße Wasser durch das sehr dünn gemahlene Kaffeemehl geleitet. Der übliche Inhalt eines Espresso liegt bei 25 ml. Wichtig ist die entstehende Crema, eine dichte Schaumschicht, die für den richtigen Genießer unabdingbar ist. Kaffeemehl gibt es für den konzentrierten Kaffee in Form von Bohnen oder Pads bzw. Kapseln. Letztere kosten zwischen 0,20 und 0,50 € pro Stück, die Bohnen (500 g) zwischen 10 bis 15 €. Gekauft werden können Bohnen, Pads und Kapseln sowohl über das Internet als auch im Einzelhandel. Die verwendeten Kaffeesorten werden inzwischen beschrieben, wie es ansonsten beispielsweise mit Wein geschieht.

Milchkaffee – ein sanfter Beginn des Tages

Milchkaffee wird in verschiedenen europäischen Ländern vor allem am Morgen getrunken und unterschiedlich zubereitet. Manchmal wird er mit Milch aufgeschäumt oder nur mit Milch versetzt. In jedem Fall ist der Anteil an Milch recht hoch. Meist wird sie heiß hinzugefügt. Getrunken wird aus dem Glas oder aus Schalen. Italiener bereiten ihn aus einem doppelten Espresso, Österreicher aus Mokka. In Spanien wird der Espresso getrennt mit aufgeschäumter Milch im Verhältnis 1:1 serviert. Der Zusatz von Milch macht den Kaffee in der Regel bekömmlicher: Sie puffert die enthaltenen Säuren, die den Magen und die Speiseröhre belasten können, und das Koffein wird im Milchkaffee langsamer resorbiert (vgl. dazu die Pressemitteilungen des deutschen Kaffeeverbandes).

Latte macchiato – eine Sonderform des Milchkaffees

Sie wird ebenfalls aus Espresso hergestellt, enthält aber meist mehr Milch als der Milchkaffee, und die verwendeten Bohnen sind stärker geröstet. Die heutigen Latte-Trinker legen meist Wert auf die Schichtung mit verschiedenen Farbnuancen (kühle Milch, Espresso und Milchschaum) und die Verzierung mit Zimt und/oder Schokoladenraspeln. Eine gute Schichtung lässt sich nur herstellen, wenn der Espresso wärmer ist als die Milch. Gern wird die Latte macchiato auch in Cafés oder Kaffeebars serviert, sie kann aber ebenfalls – vorausgesetzt, es gibt eine Espressomaschine – zu Hause zubereitet werden. Die Geschmacksrichtung lässt sich mit Sirup den eignen Wünschen anpassen. Kalorisch betrachtet, ist die Latte dann eher ein Dessert.

Cappuccino – das kräftig schmeckende Frühstücksgetränk Italiens

Er wird in Deutschland zu allen Tageszeiten getrunken. Hergestellt ist er zu gleichen Teilen aus Milch, Espresso und Milchschaum, im Gegensatz zur Latte wird er aber in dickwandigen Tassen serviert, gekrönt mit etwas Schokoladenpulver. Er gehört zu den beliebtesten Kaffeegetränken in Deutschland, ein Verwandter ist der österreichische Kapuziner. Die Tradition verlangt, dass kein reiner Arabica-Kaffee verwendet wird, sondern dieser durch einen Robusta-Bohnen-Anteil ergänzt wird. War es früher ein Verhältnis von 3:2, so ist in den letzten Jahren der Arabica-Anteil stets gewachsen, und viele Kaffeebars verweisen darauf, reinen Arabicakaffee zu verwenden. Allerdings geht dies möglicherweise etwas zulasten der Crema. Andererseits werden immer mehr Flavoured Cappuccinos angeboten, die mit verschiedenen Sirups oder anderen Zusätzen aromatisiert werden.

Eiskaffee – ein kalter Genuss für heiße Tage

Kalte Kaffeespezialitäten gibt es in mehreren europäischen Ländern, der Eiskaffee ist vor allem in Deutschland und Österreich beheimatet. Es handelt sich dabei um abgekühlten Kaffee oder Espresso, versetzt mit Milch. Darin wird Vanilleeis versenkt, das Ganze mit einer Schlagsahnehaube gekrönt. Aromatisiert wird der Eiskaffee hin und wieder mit Spirituosen, beispielsweise mit Kirschwasser. Es lässt sich nachvollziehen, dass dieses Kaffeegetränk, das vorzugsweise mit dem Strohhalm genossen wird, kalorisch eher zu den Desserts gerechnet werden muss. Wer es sich einfach machen will, kann einen Eiskaffee auch aus dazu hergestellten Pulvern bereiten. Abweichungen sind in den USA und der Schweiz zu verzeichnen: In Amerika ist ein Eiskaffee ein ganz normaler Kaffee mit Eiswürfeln, in der Schweiz besteht der Café Glacé aus Kaffee-Eis mit Sahne.

Kaffeegetränke gelten, sofern nicht mehr als 3-4 Tassen pro Tag getrunken werden, heute nicht mehr als gesundheitsschädlich. Das haben zum Beispiel die Untersuchungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sogar für Schwangere herausgefunden. Unter dem diätetischen Aspekt betrachtet ist das Trinken von reinem Kaffe oder Espresso, der darüber hinaus auch oft mit Wasser serviert wird, am günstigsten, da hier nur wenige Kilokalorien anfallen und kaum Fett enthalten ist, insbesondere wenn die Milchkaffeegetränke mit fettarmer Milch zubereitet werden. Damit können Abnehmwillige mit wenig Aufwand ihr Diätprogramm abwechslungsreicher gestalten.

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