Aikido: japanische Kampfkunst

aikido

Aikido ist eine japanische Kampfkunst, welche zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelt wurde. Ihr Ziel besteht darin, die Kraft eines Angriffs nach bestimmten Prinzipien abzuleiten und intelligent zu nutzen, um den gegnerischen Akteur vorübergehend kampfunfähig zu machen.

Eine Synthese älterer Kampftechniken

Aikido wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von dem Japaner Morihei Ueshiba aus verschiedenen anderen Kampfdisziplinen neu geschaffen. Die Schule ist heute in der japanischen Hauptstadt Tokio angesiedelt. Erst im Jahre 1951 wurde die Kampftechnik in Europa vorgestellt. Der Meister Tadashi Abe begann, sie von Frankreich aus zu verbreiten. Von dort aus gelangte Aikido in den 1960er Jahren nach Deutschland. Nach 1970 entstand dann in der Bundesrepublik der Deutsche Aikido Bund.

Aikido kommt ohne offensiven Angriff aus

Am Beginn des Kampfes wird ein stilisierter Angriff festgelegt, welcher später willkürlich erfolgen kann. Dabei soll die Kraft dieses Angriffs abgeleitet und genutzt werden, um den Angreifer kampfunfähig zu machen. Eine Verletzung wird dabei nicht beabsichtigt. Es werden verschiedene Halte- und Wurftechniken angewendet. Im Aikido kommen keine offensiven Angriffstechniken zur Ausführung, sondern Sicherungs- und Abwehrtechniken. Sämtliche Kampfhandlungen basieren auf einer defensiven und verantwortungsbewussten geistigen Einstellung.

Kleidung ähnlich wie beim Judo

Als Kleidung dient bei den Übungen die am Ende des 19. Jahrhunderts eingeführte Judokleidung. Fortgeschrittene Kämpfer tragen darüber den Hakama, eine Art Hosenrock. Über das Tragen des Hakama entscheidet die jeweilige Schule. Das Training findet meist ohne Übungswaffen statt, doch bestimmte hölzerne Trainingswaffen kommen oft zur Anwendung. Der Sport kann in Deutschland in Sportvereinen und Fitnesscentern ausgeübt werden.

Ein Sport für Körper und Geist

Aikido sollte von Menschen ausgeübt werden, die über ein gutes Reaktionsvermögen verfügen. Alle Muskeln des Körpers werden einbezogen, ebenso die Gelenke. Es kann durch schnelle Bewegungen zu sehr starken Beanspruchungen kommen. Durch die durchdachte Planung der Kampftechniken wird die Denk- und Kombinationsfähigkeit der Akteure geschult. Der Kampfsport kann gut in eine Gewichtsreduktion integriert werden, da er viel Energie verbraucht.

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