Wie man trockene Haut richtig pflegt

Trockene Haut haben wir alle von Zeit zu Zeit. Für manch einen ist es nur ein kurzes Phänomen, während es für andere ein ausgewachsenes Hautproblem geworden ist. So oder so, wir stehen Rede und Antwort zu Merkmalen, Ursachen, Behandlung und Pflege von trockener Haut.

Trockene Haut entsteht, wenn der natürliche Fett- und Feuchtigkeitsgehalt der Haut gestört wird. Die Haut ist dann häufig rau und spröde. Im Extremfall können sogar Risse und Austrocknungsekzeme entstehen. Häufig geht trockene Haut mit einem Juckreiz einher. Besonders oft sind Unterschenkel, Schienbeine, Füße, Hände, Ellenbogen und Unterarme betroffen. Wenn die Haut den natürlichen Schutz nicht mehr aufrechterhalten kann, steigt die Gefahr von Sonnenschäden, vorzeitiger Hautalterung und Infektionen.

Entstehung

Um trockene Haut behandeln zu können, müssen wir erst einmal verstehen, wie sie entsteht. Die Haut produziert normalerweise ein Gemisch aus Öl und Wasser, dass die Haut geschmeidig hält. Bei trockener Haut jedoch produzieren die Talgdrüsen nicht mehr ausreichend Fett. Die Feuchtigkeitsregulation der Haut ist damit gestört.

Es beginnt meist mit einem Mangel an hauteigenen Lipiden. Die Hautbarriere ist beschädigt und dementsprechend verdunstet mehr Feuchtigkeit von der Haut. Der zunehmende Verlust führt zu einem Mangel an Feuchthaltefaktoren. Damit kann Wasser schließlich schlechter gebunden werden und die oberen Schichten der Haut trocknen aus. Schließlich kann auch das zu einer Trockenheit in den tieferen Schichten der Haut führen.

Einteilung in drei Stufen

Die unterschiedlichen Trockenheitsgrade kann man grob in drei Abschnitte unterteilen. Die Übergänge zwischen den einzelnen Abschnitten sind dabei jedoch fließend und es ist nicht immer möglich sich zu einer zuzuordnen. Leicht trockene Haut liegt bei einem Spannungsgefühl und einer rauen Haut vor. Trockene Haut dagegen ist noch rauer, spröde und schuppt. Häufig geht mit diesen Symptomen auch ein Juckreiz einher. Sehr trockene Haut zeichnet sich durch ein extremes Spannungsgefühl aus. Die Haut ist sehr rau und rissig und der Juckreiz ist hier bereits stark ausgeprägt.

Ursachen von trockener Haut

Die Ursachen für trockene Haut sind vielfältig und vor allen Dingen individuell. Was bei dem Einen trockene Haut auslösen kann, muss beim Anderen nicht das gleiche passieren.

Äußere Einflüsse

Äußere Einflüsse wirken von außen auf die Haut ein wie zum Beispiel die Jahreszeiten, Sonneneinstrahlung oder die Hautpflege.

Wetter und Jahreszeiten

Im Sommer geht durch vermehrtes schwitzen sehr viel mehr Feuchtigkeit verloren. Insbesondere die Sonne stört dabei im Sommer stark den Feuchtigkeitshaushalt der Haut. Klimaanlage und Chlor- oder Salzwasser tun dann ihr übrigens, um die Haut zu strapazieren. Im Winter muss sich die Haut dann ganz anderen Problemen stellen. Bei Temperaturen unter acht Grad stellt die Haut die Talgproduktion ein. Auf diese Weise verliert sie schnell ihre natürliche Barriere. Dazu kommen Wind, Kälte und Heizungsluft, die die Haut austrocknen. Körperteile, die nicht durch Kleidung geschützt sind, sind im Winter besonders gefährdet und trocknen extrem schnell aus.

Hautpflege

Eine falsche Hautpflege kann auch zu trockener Haut führen. Zu häufiges Waschen oder das Verwenden von aggressiven Seifen führen zu einer übermäßigen Abfuhr von Talg und können damit zu trockener Haut beitragen. Ähnlich wirken lange und heiße Bäder oder Duschen auf die Haut. Eine ungeeignete Hautpflege kann langfristig zu trockener Haut beitragen oder sie erst entstehen lassen. Deshalb ist es umso wichtiger, die Hautpflege auf den eigenen Hauttypen abzustimmen. Wer zu trockener Haut tendiert, sollte starke und austrocknende Seifen vermeiden und lieber zu besonders pflegenden Cremes greifen.

Medikamente

Trockene Haut kann auch als Nebenwirkung durch die Einnahme von Medikamenten auftreten. Besonders häufig tritt das bei Medikamenten auf, die den Flüssigkeitshaushalt oder die Drüsenfunktion im Körper beeinträchtigen. Weiterhin können vermehrt kortisonhaltige Cremes, Retinoide (werden bei Akne und Schuppenflechten verwendet) oder Diuretika (wasserausschwemmende Medikamente) zu trockener Haut führen. Es gibt jedoch noch eine sehr viele größere Menge an möglichen Medikamenten, die mit trockener Haut in Verbindung stehen. Um das abschließend zu klären, sollte am besten ein Arzt aufgesucht werden und die weitere Vorgehensweise besprochen werden.

Innere Faktoren

Zu inneren Faktoren zählt alles, was unsere Haut von innen heraus austrocknet und trockene Haut entstehen lassen kann. Also Einflüsse wie die Ernährung oder Veränderungen im Hormonhaushalt.

Hormonhaushalt

Der Östrogen- und Testosteronspiegel beeinflussen maßgeblich die Feuchtigkeit der Haut. Insbesondere nach den Wechseljahren kann es deshalb zu Störungen kommen. Durch den sinkenden Östrogenspiegel wird die Haut trockener. Ein ähnlicher Effekt entsteht manchmal bei einer Schwangerschaft, aber auch zu jedem anderen Zeitpunkt im Leben, wenn sich die Zusammensetzung des Hormonhaushalts verändert.

Ernährung

Die Ernährung spielt wie immer in Sachen Haut eine wichtige Rolle. Fehl- oder Mangelernährung kann schnell zu trockener Haut beitragen. Deshalb ist eine ausgewogene und gesunde Ernährung auch für die Haut wichtig. Außerdem sollte gerade, wenn Feuchtigkeit fehlt, verstärkt darauf geachtet werden genug Wasser zu trinken. Der Konsum von Alkohol und Nikotin schädigt zudem auch die Haut und das nicht nur bei trockener und empfindlicher. Denn insbesondere Nikotin lässt die Haut vorzeitig altern.

Alter

Die Anzahl der Talg- und Schweißdrüsen verringert sich bei steigendem Alter. Zudem kann die Haut im Alter schlechter Wasser binden. Das hängt mit der veränderten Struktur von reifer Haut zusammen. Das führt dazu, dass reife Haut schneller zu trockener Haut neigt und dementsprechend mehr Pflege benötigt. Wenn Sie mehr über die Struktur der Haut im Alter erfahren möchten, lesen Sie unseren Blogartikel “Hautalterung – Wie verändert sich Ihre Haut im Alter“.

Maßnahmen gegen trockene Haut

Die List von möglichen Maßnahmen bei trockener Haut ist lang. Auch hier muss jeder wieder selbst schauen, was bei der eigenen Haut am effektivsten wirkt.

Hautpflege

Die richtige Hautpflege spielt eine große Rolle bei trockener Haut. Die Produkte, die verwendet werden, sollten keinen Alkohol, Duft- oder Farbstoffe enthalten. Alkohol wird zwar in einigen kosmetischen Produkten verwendet, doch trocknet die Haut eher aus. Duft- oder Farbstoffe sind nicht zu empfehlen, da sie die trockene Haut weiter reizen können. Auch beim Waschmittel sollte auf diese Inhaltsstoffe verzichtet werden, denn sie bleiben in der Kleidung haften und führen zu Hautirritationen.

Trockene Haut benötigt vor allem eine große Zufuhr an Feuchtigkeit. Deshalb sind besonders rückfettende Bodylotions und Gesichtcremes eine gute Unterstützung für die Hautbarriere. Weiterhin ist eine Gesichtsreinigung angebracht. Es sollten jedoch sanfte Produkte verwendet werden, die der Haut nicht unnötig Feuchtigkeit entziehen. Kleiner Tipp: über Nacht werden Pflegeprodukte besonders gut aufgenommen von der Haut und auch nicht so schnell von der Kleidung absorbiert. Also am besten abends rückfettende Cremes verwenden. Bei regelmäßiger Anwendung kann man nach einigen Wochen meist die ersten Ergebnisse erzielen und die Haut ist bereits weicher und geschmeidiger. Wer vom Hauttyp her trockene Haut hat, wird jedoch ständig mit trockener Haut zu kämpfen haben. Wenn jedoch eine gute, angepasste Hautpflege im Alltag integriert ist, ist das bereits Gold wert.

Die Pflegelinie Aeterna von Abeauty hat sich auf die Bekämpfung von trockener Haut spezialisiert. Produkte wie die Aeterna Nourishing Face Cream versorgen die Haut mit hochwertigen Nährstoffen und geben der Haut viel Feuchtigkeit.

Die Aeterna Nourishing Body Cream ist eine hochgradig feuchtigkeitsspendende und elastische Körperlotion. Eine After-Bath-Creme, die die Haut weich und geschmeidig macht und ein angenehmes Gefühl der Entspannung bietet.

Wetter

Die Haut sollte im Sommer besonders achtsam vor starker Sonneinstrahlung geschützt werden. Einerseits durch schützende Kleidung und Aufenthalten im Schatten und andererseits durch einen hohen Sonnenschutz, der nebenbei auch gleich noch rückfettend wirkt. Im Winter sollte besonders auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit geachtet Werden. Zum Beispiel in dem eine Schale mit Wasser auf der Heizung drapiert oder ein Luftbefeuchter angeschafft wird.

Wohlbefinden und Gesundheit

Weiterhin sollte das allgemeine Wohlbefinden beachtet werden. Bewegung an der frischen Luft fördert die Durchblutung der Haut. Eine gesunde Ernährung und genug Wasser schützen die Haut vor dem Austrocknen von innen heraus. Ebenso sollte negativer Stress weitestgehend vermieden werden und ausreichend Schlaf ist auch für die Haut wichtig um sich zu regenerieren. Alkohol und Nikotin tun der Haut in keinster Weise gut. Das gilt sowohl für trockene Haut, als auch für jeden anderen Hauttypen.

Fazit

Oft helfen bei trockener Haut bereits kleine Umstellungen damit sie sich erholt und wieder weich und geschmeidig wird. Wenn eine angepasste Hautpflege auch nach langer Anwendung nicht anschlägt, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Ebenso, wenn trockene Haut plötzlich und ohne erkennbaren Grund auftritt, sich besonders trockene oder schuppige Hautstellen entwickeln oder die Haut sich entzündet und schmerzt.

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